Ok, nach ein paar Monaten Pause wird es Zeit für ein paar neue Rezensionen! Here goes noch ein Film von Roland Emmerich – nachdem unser Dannyboy ja 10.000 BC nicht gut fand, wird es Zeit für eine Rehabilitation:
Ich geb’s zu: Hatte Universal Soldier noch nie gesehen. Bis gestern. ABER! Er ist voll ok. Jean-Claude und Dolph Lundgren, zwei dieser Men of Action der 80er, prügeln sich, inmitten eines ziemlich behämmerten Plots, welches sich als Robocop sans Satire zusammenfassen lässt – eine dieser 80er-Ideen, die Mann-Maschine, wird bis auf ihre unprätentiösen Knochen ausgezogen und zu einem ziemlich wilden Slugfest-Tanz angeheizt!
Und es funktioniert: Lundgren kommt ziemlich irre ‘rüber und spielt wirklich ganz gut – fast so gut wie ein paar Jahre davor bei Punisher. Jean-Claude ist so steif und campy wie immer, kickt dafür aber Sachen, die 3 Meter über seinem Kopf hängen und ist physisch in einer absoluten Spitzenform. Knisternde Spannung zwischen diesen zwei Übermännern! Und sie entlädt sich in Explosionen, Schießereien und Kloppereien.
Universal Soldier ist ein Film aus der Zeit, als Actionszenen noch nicht in diesem epilleptisch-hektischen Stil gedreht wurden, was sehr gut ist, da Jean-Claudes – ohne jede Ironie als beeindruckend zu bezeichnende – physische Performance somit noch stärker in den Mittelpunkt des Geschehens gestellt wird. Roland Emmerich hat nicht nur in dieser Hinsicht für hohe Produktionsqualität gesorgt: Kulissen und Schauplätze sind durchgehend originell und gut eingefangen, so dass der Film trotz einer offensichtlichen Trashigkeit nicht zum Campfest mutiert. Insgesamt daher wärmste Empfehlungen für einen dieser male bonding Abende!